Die Mehrheit der Länder hat sich gegen die Abschaffung der Steuerbefreiung für Haustrunk ausgesprochen. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Frage der FDP-Bundestagsabgeordneten Katja Hessel hervor.

„Ich begrüße diese Entscheidung, da somit weiterer bürokratischer Aufwand von den Brauereien abgewendet wurde“, betont die Nürnberger FDP-Bundestagsabgeordnete. Damit sei auch keine gesundheitspolitische Lenkungswirkung zu erzielen und die aus der Steuerbefreiung resultierenden Mindereinnahmen belaufen sich laut Bundesfinanzministerium auf maximal eine Million Euro pro Jahr. Dies entspricht in etwa 0,15 % des Gesamtvolumens der Biersteuer, die den Ländern zustehen.

Nach einer jahrzehntealten Tradition dürfen Brauereimitarbeiter Getränke gratis mit nach Hause nehmen. Beschäftigte über 18 Jahren haben pro Arbeitstag demnach Anspruch auf 2,5 Liter steuerfreies Bier. Im Bundesfinanzministerium gab es Überlegungen, das Gratis-Getränkeangebot zu ändern. Die Pläne hatten zu Widerstand unter Brauereien, Gewerkschaftlern und Landesfinanzministern geführt. Das Ministerium hatte deshalb die Länder um eine Stellungnahme gebeten.