Pressestatement von Katja Hessel zur Genehmigung zur Erprobung neuer Verkehrsformen:

„Die Stadt Nürnberg hat nun endlich der Firma adena GmbH eine Genehmigung zur Erprobung ihres Ride-sharing-Angebotes erteilt. Das Risiko liegt dabei allein auf Seiten des Unternehmens. Deshalb ist es für mich nicht nachvollziehbar, dass die Laufzeit dieser Genehmigung auf zwei Jahre beschränkt ist. Damit geht dem Unternehmen notwendige Planungssicherheit verloren. Eine vierjährige Genehmigung hätte diese Planungssicherheit gewährleistet.

Auch die Zuordnung in den Bereich Mietwagen bringt unnötige Auflagen und Einschränkungen mit sich. Ride-sharing ist nun mal ein anderes Konzept, als wenn einzelne Personen sich individuell einen Wagen mieten. Da hätte ich mir von der Stadt Nürnberg mehr Mut und Entschlossenheit gewünscht. Klein-Klein bringt keine große Lösungen.

Denn eines ist klar: die Verkehrswende gelingt nur mit neuen, innovativen Konzepten. Der Ausbau von Ladestationen für Elektrofahrzeuge reicht bei weitem nicht aus.  Es geht um das Zusammenspiel von individueller Mobilität und öffentlichem Personennahverkehr und neuen Konzepten wie Car-Sharing. All diese Formen müssen sich ergänzen und faire Wettbewerbsbedingungen erhalten.“

Das neue Ride-sharing-Konzept funktioniert so:

Über eine Smartphone-App sollen Fahrgäste zunächst für den Pendlerverkehr in und um Erlangen, später auch für Fürth und Nürnberg, zusammengebracht werden, die einen ähnlichen Weg haben und ihre Fahrtwünsche kombiniert werden. Ein Algorithmus stellt dann passende Fahrgemeinschaften zusammen. Durch die Bündelung von Einzelfahrten wird der Straßenraum effizienter genutzt: Das spart Emissionen und Lärm und entlastet die Straße.