Kostenfreies Konto, steuerfreie Aktiengewinne – die CSU verspricht angesichts der EZB-Nullzinspolitik eine „Entlastungsoffensive“ für Sparer. Ihren Plan will sie kommende Woche bei der Klausur im bayerischen Kloster Seeon beschließen.

Wer im Internet „kostenloses Girokonto“ eingibt, findet viele Angebote. Manche locken sogar mit einem Bonus von 100 Euro.

Verbot von Kontogebühren?
Zu Bonuszahlungen will die CSU die Banken zwar nicht verdonnern. Aber zum Verzicht auf Kontoführungsgebühren, und zwar generell, nicht nur beim Online-Banking: Sie wolle die Banken „verpflichten, ihren Kunden ein kostenfreies Basiskonto mit grundlegenden Funktionen wie der Abwicklung von Gehalt und Miete anzubieten“.

Banken setzen auf Wettbewerb
In der Bankenbranche wird Kritik laut. Der Genossenschaftsverband Bayern (GVB), der die Volks- und Raiffeisenbanken vertritt, erinnert an „marktwirtschaftliche Prinzipien“: Der Wettbewerb funktioniere, sagt GVB-Präsident Jürgen Gros. Jedem Sparer „steht es frei, sich das für seine Bedürfnisse passende Kontomodell auszuwählen“. Auch aus der Opposition heraus wird der CSU-Vorschlag kritisiert: Die FDP-Politikerin Katja Hessel fragt, womit Banken denn angesichts der Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank noch Geld verdienen sollten. Die Bundestagsabgeordnete warnt vor einem „Bankensterben“. … weiterlesen