In diesem Jahr müssen von jedem verdienten Euro, so hat es der Bund der Steuerzahler errechnet, Privathaushalte statistisch 52,1 % an das Finanzamt abführen und können damit nur 47,9% behalten. Anteilig auf ein Kalenderjahr gesehen, fällt damit in diesem Jahr der Steuerzahlergedenktag auf den 9. Juli 2020.
Katja Hessel dazu: „Erst ab Donnerstag, 9. Juli, 17:30 Uhr, arbeiten die Bürger wieder für ihren eigenen Geldbeutel. Alles was zuvor erwirtschaftet wurde, wurde damit als Steuern und Abgaben an öffentliche Kassen abgeführt. Im internationalen Vergleich sind wir damit Weltmeister, in diesem Fall ein trauriger Titel. Es ist schlicht unfair, den Steuerzahler wie eine Melkkuh zu behandeln. Ziel muss es sein, dass die Belastung nachhaltig abnimmt, dass der sogenannte Mittelstandsbauch bei der Einkommensteuer abgetragen wird und der verfassungswidrige Soli sofort vollständig und rückwirkend abgeschafft wird. Zwar ist der Tag der Steuerzahler in diesem Jahr 6 Tage früher als noch 2019, doch das liegt an den kurzfristigen Folgen der Corona-Krise, wie auf der zurückgegangenen Beschäftigung, auf weniger Einkommen und schwachem Konsum. Jetzt wäre es Zeit für eine umfangreichere Steuerreform, an deren Ende es einen großen Gewinner geben muss: Den Steuerzahler!“