
„Diese Zahlen belegen auf dramatische Weise, was dies für jede einzelne der mittelständischen Brauereien bedeutet hat. Für viele wurde schlicht die Grenze der Belastbarkeit überschritten“, erklärt die Nürnberger FDP-Bundestagsabgeordnete. Ein Beleg dafür seien die bundesweit 186 Insolvenzen zwischen 2014 und 2018.
Als ebenso fatal bezeichnet Hessel, die für die FDP-Fraktion im Finanzausschuss für das Thema Berichterstatterin ist, dass die Bundesregierung keine Änderung der Biersteuermengenstaffel plant, um durch einen ermäßigten Steuersatz, die Wettbewerbsfähigkeit der kleinen und mittleren Brauereien zu sichern. Auch ein finanzieller Ausgleich oder eine andere Form der Kompensation für die erheblichen Verfahrenskosten, die den Brauereien entstanden sind, ist nach Auskunft des Bundesfinanzministeriums nicht vorgesehen. „Ich hätte es für angemessen gehalten, nachdem die kleinen und mittleren Brauereien über Jahre verfassungswidrig geschröpft wurden, eine Form des Ausgleichs oder der Kompensation anzubieten“, kritisiert die FDP-Steuerpolitikerin.