FDP Nürnberg unterstützt Hupes Forderung nach Kurzstreckenflügen

Zu den dpa-Äußerungen des Geschäftsführers des Flughafens Nürnberg, Herrn Dr. Michael Hupe, stellen die Nürnberger Bundestagsabgeordnete Katja Hessel und der Nürnberger Stadtrat Alexander Liebel fest:

„Die Anbindung an internationale Drehkreuze ist nicht nur aus sozialen und ökologischen Gründen, sondern auch als Sicherung des Wirtschaftsstandorts Nordbayern von absoluter Notwendigkeit. Bei der Planung des Flughafens München sind bezüglich der ICE-Anbindung große Fehler gemacht worden. Eine Einstellung der Strecke München-Nürnberg scheint auf den ersten Blick umweltfreundlich zu sein. Jedoch nutzt niemand die Strecke, um nur nach München zu reisen. Dafür ist der Flughafen dort viel zu dezentral und die kumulierte Reisezeit (An- und Abreise, Wartezeiten, Flugzeit) viel zu lang. Da ist der ICE Nürnberg-München nicht nur finanziell viel interessanter. Aus diesem Grund fordert die FDP-Kreisvorsitzende Katja Hessel die SPD und die Grünen dazu auf, die Diskussion aus allen Gesichtspunkten zu führen und nicht nur Klientelpolitik zu betreiben.

Auch aus diesem Gesichtspunkt ist die Einführung einer nationalen CO2-Steuer absurd. Um diese zu umgehen würden auf mehr Kurzstreckenflüge zu den Hubs in Zürich, Amsterdam oder Istanbul gegriffen oder das Auto genutzt werden, um dann von nichtdeutschen Flughäfen zu Zielen in die ganze Welt zu starten. Dies schädigt die deutsche Luftfahrtindustrie weiter, denn schon jetzt ist die 2011 eingeführte nationale Luftverkehrssteuer ein Hemmschuh.

Unterstützung erhält die Bundestagsabgeordnete Hessel aus dem Nürnberger Stadtrat: Alexander Liebel fordert alle regionalen Entscheidungsträger dazu auf, sich dafür einzusetzen, dass die gute Anbindung an internationale Drehkreuze ab Nürnberg erhalten bleibt. „Hier geht es um die heimische Wirtschaft!“, so der FDP-Stadtrat weiter.

2019-06-11T16:11:57+00:00