„Die Steuerverwaltung habe ihre digitale Vorreiterrolle, die sie dank Elster einmal gehabt habe, längst verspielt, sagte die FDP-Finanzexpertin Katja Hessel, die die Befragung geleitet hat. Durch die föderale Struktur mit 17 Entscheidungsträgern aus Bund und Ländern sei die deutsche Steuerverwaltung im internationalen Vergleich „nicht konkurrenzfähig“, sagte Hessel. Es gebe zwar innovative Länder wie Baden-Württemberg und Hessen. „Aber Deutschland ist geprägt durch eine heterogene und zerklüftete IT- und e-Government-Landschaft mit vielen Insellösungen und einsamen Leuchttürmen.“ Die Vorsitzende des Bundestags-Finanzausschusses fordert daher, dass der Bund die führende Rolle für die Digitalisierungsprozesse der Steuerverwaltung übernimmt.

Hessel verwies darauf, dass derzeit trotz des hohen Maßes an Standardisierung bei der Bearbeitung von Steuererklärungen nur rund jeder zehnte Steuerfall automatisiert abgewickelt werde. Das Ziel müsse es sein, dass die Steuerverwaltung bis 2030 nicht nur komplett papierlos arbeite, sondern auch digital und mehrsprachig mit den Bürgern kommuniziere, sagte sie. „Der Bürger muss von der Steuerverwaltung erwarten können, dass reine Erstattungsfälle computergestützt erkannt und vorrangig bearbeiten werden, damit Rückzahlungen schnell und unkompliziert erstattet werden.“ In Zukunft sollten die Finanzämter zudem auch eine App anbieten, über die Bürger ihre Steuererklärung abgeben sowie Belege einscannen, speichern und bereitstellen können.“

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