Katja Hessel im NZ-Gespräch: „Künftige Generationen im Blick haben“

Dreistellige Milliarden-Euro-Beträge stecken Deutschland und die EU in ihre Hilfspakete, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie abzumildern. Grundsätzlich ist das in Ordnung, meint die Nürnberger FDP-Bundestagsabgeordnete Katja Hessel. Aber: „Wir dürfen nicht grenzenlose Schulden machen“, sagt sie im Interview mit der NZ.

Hessel, die den Finanzausschuss des Bundestags leitet, hält Anreize und Hilfen, um die Konjunktur in Deutschland und Europa anzukurbeln, für richtig. Eine gemeinsame europäische Antwort sei hier „sicher ein richtiger Ansatz“, sagt die Nürnberger FDP-Politikerin im NZ-Interivew. Allerdings „plädieren wir Freien Demokraten für ein Einhalten der Schuldenbremse und nachhaltige, mit Bedacht gewählte Reformen, die der deutschen Konjunktur auch im internationalen Wettbewerb helfen.

Ein „blindes Geld in die Wirtschaft pumpen“ ist gefährlich.“ Nachhaltigkeit bedeute auch, „dass wir künftige Generationen im Blick haben“. Zwar erfordere die Corona-Krise „mit ihren Folgen einzigartigen Ausmaßes sicher auch besondere Maßnahmen. Dennoch tragen wir Politiker gerade die Verantwortung, uns der Gratwanderung zu stellen und Konjunkturpolitik und Hilfsmaßnahmen zu verabschieden, die unsere Kinder und Enkel nicht unzumutbar belasten.“

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