„Als Jan Ullrich 1997 die Tour de France gewann, kaufte sich Katja Hessel vor lauter Begeisterung ein Rennrad und probierte es im Nürnberger Umland aus. „Das war das erste und letzte Mal, weil ich dachte, das überlebe ich nicht“, erzählt sie, so dicht fuhren die Autos an ihr vorbei. Hessels Rennfahrkarriere endete, aber das Radfahren an sich ließ sie sich nicht vermiesen.
In Berlin fährt die FDP-Bundestagsabgeordnete die meisten Wege mit ihrem Trekkingrad, nur selten nutzt sie den Fahrdienst. „Ich genieße den Fahrtwind im Gesicht, ich komme überall schnell hin, ich muss keinen Parkplatz suchen und für das Klima ist es auch gut“, erzählt sie am Telefon. Aber bis heute fährt sie lieber Umwege durch Seitenstraßen, wenn auf Hauptstraßen der Radweg fehlt.
Großen Einfluss auf ihre Arbeit als Vorsitzende des Finanzausschusses habe das Fahrradfahren zwar nicht, „aber jede Entscheidung, die ich hier mittrage, speist sich auch aus persönlicher Erfahrung. Und ich kenne die Bedürfnisse von Fahrradfahrern.“ Hessel wünscht sich eine „neue Mobilität, in der alle Verkehrsteilnehmer berücksichtigt werden. Fahrradfahrer brauchen mehr Platz.“
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