Ich habe für den Gesetzentwurf zur Stärkung der Entscheidungsbereitschaft bei der Organspende gestimmt.

Denn ich bin der Überzeugung, dass es das oberste Ziel sein muss, mehr Spendeorgane zu bekommen. Das darf aber nicht dadurch erreicht werden, dass die individuelle Selbstbestimmung ausgehöhlt wird. Schweigen darf nicht automatisch Zustimmung bedeuten. Spanien, mit den weltweit höchsten Spenderaten, hat zwar 1979 die Widerspruchsregelung eingeführt, wendet sie aber gar nicht an, sondern eine doppelte Zustimmungslösung. Trotzdem hat das Land weltweit die höchsten Spenderaten, seitdem es 1989 die staatliche Nationale Transplantationsbehörde eingeführt hat. Das zeigt, dass es in erster Linie verbindlicher Informationen, besserer Aufklärung und vor allem einem hohen Grad an Organisation und Transparenz bedarf, um das Ziel zu erreichen. Wir sollten diesen Weg  auch einschlagen. Mit dem Gesetzentwurf zur Stärkung der Entscheidungsbereitschaft kann uns das gelingen.