Orientierungsdebatte

Letzte Sitzungswoche gab es eine Orientierungsdebatte zu dem Thema vorgeburtliche genetische Bluttests. Eine Orientierungsdebatte ist eine partei- und fraktionsübergreifende Debatte über ein bestimmtes Thema. Wir hatten diese Legislaturperiode zum Beispiel eine Orientierungsdebatte über das Thema Organspende.

In dieser Debatte ging es darum, ob die vorgeburtlichen genetischen Bluttests, die seit 2012 zugelassen sind, zu Regelleistungen der gesetzlichen Krankenkassen werden sollen. Diese Bluttests dienen dazu, bei sogenannten Risikoschwangerschaften verlässliche Hinweise auf eine Trisomie 21 zu geben, die zu einem sogenannten Down-Syndrom führt. Bisher zahlen die gesetzlichen Krankenkassen eine Fruchtwasseruntersuchung, die ebenfalls Hinweise auf eine Trisomie 21 gibt. Diese invasive Methode kann allerdings zu einer Fehlgeburt führen. Während der nichtinvasive Bluttest für Mutter und Kind ungefährlich und in der Prognose  zuverlässig ist.

Die Orientierungsdebatte ist deswegen notwendig gewesen, da hier zwei Meinungen aufeinander treffen. Die einen, die der Meinung sind, dass diese risikoarme Methode nicht eine Frage des Geldbeutels sein darf, sondern allen zustehen muss und die anderen, die die Gefahr daran sehen, dass es zu mehr Abtreibungen von Kindern mit Trisomie 21 kommen würde.

2019-04-18T12:08:42+00:00