Ridesharing – Stadt Nürnberg bremst Mobilität der Zukunft aus

Die Region Nürnberg gehört im Ranking zu den Top-Stauhochburgen und versinkt mit dem seit Jahren steigenden Individualverkehr tagtäglich im Verkehrschaos. Es wird dringend Zeit, zu handeln. Für die Mobilität der Zukunft fordert die Nürnberger Bundestagsabgeordnete Katja Hessel (FDP) daher ein modernes und nachhaltiges Verkehrskonzept für die gesamte Region. Dazu gehören auch neue Ridesharing-Angebote.

Doch während andere Städte wie Berlin bereits grünes Licht für die neuen Fahrdienste gegeben haben und diese erfolgreich an den Start gegangen sind, stehen die Zeichen in Nürnberg aktuell auf Rot. Konkret kritisiert Hessel, dass die Stadt neue Fahrdienste wie das Ridesharing-Konzept des Verkehrsunternehmens Adena Mobil blockiert. Zu groß ist die Befürchtung bei den Verantwortlichen, dass das neue Angebot negative Auswirkungen für den ÖPNV sowie die örtlichen Taxiunternehmen hat. „Es kann nicht sein und ist unverantwortlich, dass innovative Verkehrskonzepte aufgrund von Konkurrenzgedanken ausgebremst werden“, zeigt sich Hessel empört. Als stellvertretendes Mitglied im Verkehrsausschuss des Bundestages macht sich die Staatssekretärin a.D. für das neue Ridesharing-Angebot stark. Der Nürnberger Stadtrat der FDP, Alexander Liebel, ergänzt: „Ich plädiere dafür, dass die Stadt Nürnberg hier einlenkt und die Erlaubnis zur Erprobung erteilt, um die Zukunft des Wirtschaftsstandortes nicht zu gefährden.“

Das neue Ridesharing-Konzept funktioniert so: Über eine Smartphone-App sollen Fahrgäste zunächst für den Pendlerverkehr in und um Erlangen, später auch für Fürth und Nürnberg, zusammengebracht werden, die einen ähnlichen Weg haben und ihre Fahrtwünsche kombiniert werden. Ein Algorithmus stellt dann passende Fahrgemeinschaften zusammen. Durch die Bündelung von Einzelfahrten wird der Straßenraum effizienter genutzt: Das spart Emissionen und Lärm und entlastet die Straße. Bei einem persönlichen Gespräch mit dem Geschäftsführer von Adena Mobil, Joachim Dehnhardt, konnte sich Hessel von den Ideen überzeugen.

„Wir müssen den Mut haben, neue innovative Konzepte zu testen, um den Weg frei für ein zeitgemäßes und zukunftsfähiges Mobilitätsangebot zu machen.“, fasst Hessel die Forderung abschließend zusammen.

2019-06-27T13:39:52+00:00