Zu den Bauernprotesten am 17.01.2020 in Nürnberg erklären die Nürnberger FDP-Bundestagsabgeordnete Katja Hessel und der Nürnberger FDP-Stadtrat Alexander Liebel:

Katja Hessel, MdB:

„ Es ist völlig verständlich, dass die Landwirte auf die Barrikaden gehen. Überregulierung, Bürokratie, ständig neue, überzogene und kostenintensive Auflagen und die Düngeverordnung entziehen den Landwirten zunehmend ihre Lebensgrundlage. Statt blankem Aktionismus der Großen Koalition verdienen deutsche Landwirte faire Wettbewerbsbedingungen auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse und einen Dialog auf Augenhöhe.“

Umweltschutz ist wichtig und richtig. Jedoch kann er nur gemeinsam und nicht gegen die Landwirtschaft erfolgen. Wir dürfen die Landwirtschaft nicht gegen Umwelt- und Klimaschutz ausspielen.

Der vom Kanzleramt angekündigte Agrardialog verkommt dabei zur Farce: Statt die Landwirte ernsthaft einzubeziehen, kursieren im Hintergrund schon neue Referentenentwürfe zur neuerlichen Novellierung der Düngeverordnung, bei deren Entstehung die Landwirte auf keine Weise eingebunden waren. Es darf hier nicht über die Köpfe der Landwirte hinweg entschieden werden, sondern braucht echten Dialog. Die FDP spricht sich klar dagegen aus, den Landwirten einseitig den schwarzen Peter zuzuschieben.“

Stadtrat Alexander Liebel:

„Wenn wir auch in Zukunft noch regionale Produkte wie zum Beispiel aus dem Knoblauchsland genießen wollen, müssen wir den Bauern den Rücken stärken. Es besteht zu Recht die Gefahr, dass die Produktion ins Ausland verlagert wird – zu dann niedrigeren Umweltstandards und weniger Tierwohl. Das kann niemand wollen.“