Unternehmenssteuerreform

Seit Jahren steigt in Deutschland der Anteil von Steuern und Abgaben kontinuierlich und stetig an. Weltweit werden Steuersätze dagegen nach unten korrigiert: in den Vereinigten Staaten wurde der Unternehmenssteuersatz von 35% auf 21% gesenkt, Frankreich hat seinen Körperschaftssteuersatz für Gewinne bis zu 0,5 Millionen Euro von 33,3% auf 28% reduziert und plant darüber hinaus die Verringerung der Körperschaftsteuer für sämtliche Gewinne bis 2022 auf 25%. In Großbritannien soll der Steuersatz bis 2021 auf 17% fallen und die Liste lässt sich fortsetzen. In Deutschland verharrt hingegen die Steuerlast für Unternehmen bei 31 bis 32 %. Spätestens 2022 werden wir das Land mit der höchsten Unternehmensbesteuerung sein. Zusätzlich belastet werden deutsche Unternehmen durch die Gewerbesteuer, die anderen Ländern gänzlich fremd ist und nicht erhoben wird. Wir Freien Demokraten haben deshalb einen Antrag in den deutschen Bundestag eingebracht, den ich in erster Lesung so begründet habe: Es muss unser Ziel sein, die Gesamtsteuerbelastung auf maximal 25 Prozent wie in Frankreich zu senken, um international wettbewerbsfähig zu bleiben. Wir wollen daher die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft durch eine moderne Unternehmensbesteuerung erhalten und verbessern. Die letzte Steuerreform liege mehr als 10 Jahre zurück. Während  Deutschland im  Jahr 2008  noch die zweitniedrigste Belastung  hatte,  verzeichnen  wir mittlerweile die zweithöchsten Steuersätze. Während andere Länder ihre Unternehmensbesteuerung reformieren und so den Unternehmen internationale Wettbewerbsfähigkeit sichern,  verspielt die Bundesregierung die Zukunft des Landes, indem sie Wahlgeschenke mit der Gießkanne verteilt, anstatt die dringend notwendigen Weichenstellungen einzuleiten. Ganz im Gegenteil zu den anderen Ländern, sieht die Bundesregierung eher keinen Bedarf, auf die weltweiten Veränderungen in diesem Bereich zu reagieren.

Zum Antrag der FDP Bundestagsfraktion

2019-04-18T12:22:29+00:00