„Kulturhauptstadt Europas“ – mit diesem Titel sind  hohe Erwartungen verbunden. Umso wichtiger, dass beim vorangehenden Auswahlprozess ebenso hohe Standards eingehalten werden und eine größtmögliche Transparenz gewährleistet ist. Durch die Recherchen nach der Absage für Nürnberg hat sich gezeigt, dass es bei dem Auswahlverfahren in dieser Hinsicht noch einige Hausaufgaben zu erledigen sind. Dies führte auch dazu, dass die Kultusministerkonferenz die offizielle Ernennung  von Chemnitz zweimal vertagt hat. Es gab Vorwürfe der Vetternwirtschaft. Solche Vorwürfe sind das Ergebnis mangelnder Transparenz. Natürlich hätte ich mir gewünscht, dass Nürnberg Kulturhauptstadt geworden wäre. Meines Erachtens hätten es Nürnberg, seine Bürger und das Bewerbungsbüro mit seinem großen Engagement und tollen Ideen den Titel verdient. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass bei den nächsten Entscheidungen mehr  Transparenz und ein fairer Wettbewerb stattfindet, da sonst dieser Titel  Makulatur wird und alle Bewerberstädte sich Zeit, Mühe und Steuergelder sparen können. Aber natürlich gratuliere ich Chemnitz zur bestätigten Wahl als Kulturhauptstadt 2025.