Es freut mich sehr, dass pünktlich mit Beginn des Wonnemonats Mai die Hersperidengärten nach umfangreichen Sanierungsarbeiten nun wieder ihre Pforten geöffnet haben. Die Nürnberger Barockgärten sind versteckte Kleinod im Nürnberger Stadtteil St. Johannis. Sie versprühen versteckt in Hinterhöfen einen Hauch  italienischen Flairs im Herzen der Stadt und laden zum Verweilen und Innehalten ein.

Sieben Monate hat es gedauert, damit der Hersperidengarten  jetzt in neuem Glanz erstrahlt. 380.000 Euro hat die Stadt in die Hand genommen und dafür auf 2.000 Quadratmetern Rollrasen verlegt, 3.000 neue Heckenpflanzen eingesetzt und eine automatische Bewässerungsanlage installiert. Mit Blick auf die weiterhin zu erwartende Trockenheit in den heißen Sommermonaten verspricht die Beregnungsanlage Erleichterung beim Wässern. Auch in Sachen Barrierefreiheit wurden Verbesserungen vorgenommen: so wurde an Steigungen Pflaster verlegt – im Gegensatz zum ursprünglich schwer befahrbaren Kies.

Im 16. Jahrhundert wurden die Hesperidengärten von wohlhabenden Patriziern und Kaufleuten angelegt. Der Name rührt von den Hesperiden, den Gärtnerinnen und Nymphen in der griechischen Mythologie. Bereits vor Jahrhunderten wurden hier exotische Pflanzen und Zitrusfrüchte angepflanzt.

An jeder Ecke des barocken Gartens gibt es etwas zu entdecken: Skulpturen, Brunnen, Tore, Bäume, Ziersträucher und Blumen. Wer sie noch nicht kennt, sollte auf jeden Fall einmal vorbeischauen: Die Hesperidengärten in der Johannisstraße 43 -47 sind täglich von 8 – 20 Uhr geöffnet.