Ein besonders interessanter Termin stand im Oktober auf dem Programm. In Thalmässing besuchte ich die Firma Altfettentsorgung und -recycling Lesch GmbH & Co. KG (www.altfett-lesch.de)

Nachdem sich die Firma seit fast 40 Jahren im Bereich der Fettentsorgung für Gewerbebetriebe erfolgreich tätig ist und sich hier vor allem durch ihre Innovationen im Bereich der
Nachhaltigkeit einen Namen gemacht, hat sie ihr Engagement für den Umweltschutz ausgeweitet.

Unter dem Motto „Jeder Tropfen zählt“ sammelt die Firma Altfettentsorgung und -recycling Lesch GmbH & Co. KG nun auch Altfette und Speiseöle aus Privathaushalten und wandelt sie zu Biokraftstoff um. So kann aus einer Flasche Altspeisefett Biokraftstoff für 20 Kilometer hergestellt werden. Das innovative Unternehmen wurde für dieses Projekt auch von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt zwei Jahre lang gefördert. Bei einem Rundgang auf dem Firmengelände erklärte der Geschäftsführer des Projekts Hubert Zenk wie diese Umwandlung funktioniert. Das erhitzte Altspeisefett wird rein mechanisch in seine Bestandteile getrennt – ohne chemische Zugaben.

Und so funktioniert das System: Das Unternehmen stellt Sammelautomaten in den Kommunen bereit, wo die Haushalte das zuvor in speziellen Flaschen gesammelte Altfett abgeben können. Die teilnehmenden Städte sind äußerst zufrieden, so hat zum Beispiel der Stadtrat in Erlangen beschlossen das Projekt über die Pilotphase hinaus auf das gesamte Stadtgebiet auszuweiten. Allerdings ist es jetzt notwendig, dass hier auch andere Kommunen und Landkreise mitziehen und die Kosten für die Aufstellung der Automaten mit den Müllgebühren finanzieren. Dies wäre mit ca. € 0,17 pro Haushalt/Monat machbar.

Altfette können übrigens nicht nur Abflüsse verstopfen, sie sind auch extrem umweltschädlich.
So  kann 1 kg Altspeisefett in der Kanalisation bis zu 40.000 Liter Frischwasser kontaminieren. „Dieses Projekt ist nicht nur innovativ, sondern ein praktischer und effektiver Beitrag zum Umweltschutz, bei dem jeder ohne großen Aufwand mitmachen kann!“