Seit Monaten ist das Thema Impfen medial omnipräsent. Noch im Sommer soll jeder Bürgerin und jedem Bürger ein Impfangebot gemacht worden sein, so der Gesundheitsminister. Geimpft wird in Zentren, beim Hausarzt und bald – zum Beispiel – auch bei Betriebsärzten. Vorgegangen wird aktuell noch weitgehend nach der Priorisierungsliste der STIKO.

Ein Problem, welches immer wieder Teil der Debatte ist: Wie erreicht die Impfkampagne auch die sozial schwächer gestellten Mitmenschen? Dieser Frage ist man in Nürnberg nachgegangen und hat als erste Stadt in Bayern mobile Impf-Teams des BRK an die Einrichtungen der Tafeln geschickt. Mich freut es sehr zu hören, dass dieses Angebot dankend angenommen wurde und die Nachfrage nach den angebotenen Vakzinen sehr groß ist. Die Initiative schafft es Menschen ein Impfangebot zu machen, die ansonsten nicht ins Impfzentrum oder zum Hausarzt gehen würden oder könnten. Um sprachliche Barrieren zu verhindern und maximale Akzeptanz zu generieren, stehen an den insgesamt 6 Einrichtungen sog. Impf-Lotsen bereit, die auf unterschiedlichen Sprachen auf die Tafelkunden eingehen können.

Ich begrüße den Plan der Stadt Nürnberg, die Kampagne auch auf andere Einrichtungen auszuweiten und weiter mobile Impfteams in strukturell schwächere Stadtteile oder auch in Obdachlosenheime zu endsenden. So ist gewährleistet, dass Menschen in prekären Wohn- und Lebenssituationen erreicht und geimpft werden können. Die Pandemie überwinden können wir nur gemeinsam und durch weitreichende Impfungen. Initiativen – wie diese – sind zwingend nötig, damit wir schnellstmöglich zur Normalität zurückkehren können. Mein Dank gilt allen Beteiligten und den Initiatoren.